FarmStarter Hamburg
​Gemeinsam Agrarlandschaft gestalten

Das Forschungsprojekt FarmStarter Hamburg wird gefördert von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klimaschutz, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA). Die Kulturland eG ist einer von vier Projektpartnern.

Warum dieses Projekt?

Um den weiteren Rückgang von Betrieben, der regionalen Produktion und auch den Verlust von gärtnerischem und landwirtschaftlichem Know-how in Hamburg zu minimieren, hat die auch für Agrarwirtschaft zuständige BUKEA einen interdisziplinären Transformationsprozess „Zukunft Agrar+ 2045“ initiiert (Zukunft Agrar+ 2045 - hamburg.de). 

Dem Thema „Hofnachfolgen“ kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Es wird im Rahmen von „FarmStarter Hamburg“ bearbeitet.

Aktuelle, weitere Forschungsvorhaben, die dazu beitragen Hamburg hin in Richtung „Modellregion Urbane Agrarwirtschaft“ zu entwickeln und die konkreten Perspektiven für junge oder künftige Betriebsleiter schaffen sollen, sind:



Diese anwendungsorientierten Forschungsvorhaben sollen dabei unterstützen, für diesen besonderen peri-urbanen und urbanen Raum konkrete zukunftsgerichtete, innovative und nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln. Alle der vorgenannten Maßnahmen haben zum Ziel, die Bedeutung der urbanen Agrarwirtschaft für die Lebensqualität in der Metropole Hamburg, den Erhalt der traditionellen Kulturlandschaften und eine vielfältige, regionale und saisonale Produktion von Gemüse, Obst, Zierpflanzen, Stauden und Gehölzen, nachhaltige Grün- und Ernährungssysteme, zum Klimaschutz und zur Förderung urbaner Biodiversität sichtbar zu machen, zu erhalten und zukunftsgerichtet zu entwickeln.


FarmStarter Hamburg

Während die Zahl der Betriebe sinkt, wächst gleichzeitig das Interesse junger Menschen an einer Tätigkeit in der Landwirtschaft – doch es fehlt an Strukturen, die einen Einstieg realistisch machen. Hier setzt FarmStarter Hamburg an. Die Schaffung von Zukunftsperspektiven für junge Unternehmer:innen und die Sicherung von Hofnachfolgen sind dabei zentrale Anliegen, denn fehlende Hofnachfolge ist kein isoliertes Problem – sie hängt mit Fragen von Finanzierung, Zugang zu Land, passenden Geschäftsmodellen, Beratungsangeboten und geeigneten Strukturen zusammen.

FarmStarter geht deshalb bewusst ganzheitlich vor und arbeitet in fünf eng miteinander verzahnten Handlungsfeldern: 


Die fünf Handlungsfelder​

Fehlende Hofnachfolge ist kein isoliertes Problem – sie hängt mit Fragen von Finanzierung, Zugang zu Land, passenden Geschäftsmodellen, Beratungsangeboten und geeigneten Strukturen zusammen. FarmStarter geht deshalb bewusst ganzheitlich vor und arbeitet in fünf eng miteinander verzahnten Handlungsfeldern:

Forschung, die mit den Menschen vor Ort entsteht​

FarmStarter ist kein Projekt, das über die Region forscht – sondern mit ihr. Gemeinsam mit Betrieben, Flächeneigentümerïnnen, Gründungsinteressierten und Institutionen werden konkrete Lösungen erarbeitet und unter realen Bedingungen erprobt.

Ziel des Forschungsprojektes ist (in einer möglichen Fortsetzung) die Einrichtung eines Reallabors, in dem Übernahme- und Einstiegsmodelle praktisch getestet werden. Die Erkenntnisse fließen dann in die Entwicklung eines „Hamburger Modells" ein – ein übertragbares Konzept, das auch für andere Metropolregionen als Vorbild dienen kann.

Unsere Rolle als Kulturland eG

Als Kulturland eG bringen wir unsere langjährige Erfahrung als gemeinwohlorientierter Bodenträger in das Projekt ein. Neben der Sicherung von Land für ökologisch wirtschaftende Betrieb sind wir seit vielen Jahren in der Begleitung von außerfamiliären Hofübergaben aktiv. Wir erarbeiten mit allen Beteiligten – abgebenden Landwirten, Nachfolgerinnen und ihren Familien – maßgeschneiderte Lösungen, die wirtschaftlich tragfähig und menschlich stimmig sind. 

Durch die Überführung von Grund und Boden in Gemeinschaftseigentum ermöglichen wir langfristige Pacht statt Kauf für die Hofnachfolger. Gründerïnnen können so ihr Eigenkapital gezielt für Inventar, Gebäude und den Betriebsaufbau einsetzen, anstatt es in den Bodenkauf zu stecken. Mehr dazu auf unserer Seite Hofübergabe und Existenzgründung und unter Junge Leute in die Landwirtschaft.

Im Rahmen des FarmStarter-Projekts wollen wir Wege erkunden, wie außerfamiliäre Hofübergaben nicht Einzelfälle bleiben, sondern skaliert und zum Modell für die Region werden können. Auf welche Herausforderungen treffen Menschen in der urbanen Landwirtschaft? Wir schaffen Lösungen für den Hamburger Metropolregion und hoffen diese auf weitere deutsche Metropolen übertragen zu können.

Du hast Interesse am Projekt und möchtest Dich einbringen?​

Wir freuen uns über jede Form der Beteiligung – ob als Betrieb, als Gründungsinteressierte oder als Unterstützerïn. Schreib uns an farmstarter@kulturland.de oder sieh nach, ob eine der folgenden Fragen auf Dich zutrifft:

Anstehende Termine

FarmStarter Hamburg Praxisdialog 
Donnerstag 18. Juni 2026 14:00-18:00 Uhr
im Kompetenz- und Beratungszentrum für Gartenbau und Landwirtschaft

Brennerhof 121-123, 22113 Hamburg


Zum Thema Betriebsnachfolge im Hamburger Gartenbau und in der Landwirtschaft laden wir Dich herzlich zu einer Auftaktveranstaltung zum Kennenlernen und Mitmachen ein. Es erwartet Dich eine vielseitige Veranstaltung mit Workshop-Charakter, deren Erkenntnisse als konkrete Lösungsvorschläge in die Entwicklung eines „Hamburger Modells" einfließen sollen. In der Methode eines "World Café"s wollen wir uns zu konkreten Problemstellungen im Zusammenhang mit einer familiären oder außerfamiliären Hofnachfolge austauschen!


Die offizielle Anmeldung ist geschlossen. Bitte melden Sie sich ab jetzt unter farmstarter@kulturland.de für den Workshop an, wenn Sie teilnehmen möchten. Danke!


Weitere Termine werden hier laufend ergänzt.​

Kontakt zum Projekt

farmstarter[at]kulturland.de


Projektpartner​​

Die Kulturland-Genossenschaft verfügt als gemeinwohlorientierter Bodenträger über langjährige Erfahrungen mit alternativen Eigentums- und Finanzierungsformen für landwirtschaftliche Flächen und Gebäude.

​Die Fachhochschule Südwestfalen (www.fh-swf.de), Fachbereich Agrarwirtschaft in Soest, hat die wissenschaftliche Leitung, koordiniert Interviews und erarbeitet tragfähige Strategien der Betriebsentwicklung.

Die Forschungsgesellschaft Agronauten e. V. (www.agronauten.net) ist europaweit mit innovativen Projekten für lokale Ernährungskultur und kommunale Agrarpolitik vernetzt und bringt das Konzept der „Farm-Inkubatoren“ in das Projekt ein.

Die Agrarsoziale Gesellschaft e.V. (www.asg-goe.de) setzt sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen und in der Landwirtschaft ein und wird insbesondere den Aspekt der Umnutzung von Hofstellen bearbeiten.

​FarmStarter Hamburg wird gefördert von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klimaschutz, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA). Projektlaufzeit: Januar 2026 – Dezember 2026.