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    Riess-Hof-Gebäude

Ries-Hof

Hilf mit, den Hof an die nächste Generation zu übergeben!
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Eine neue Generation kommt auf den Hof

Wir, Katharina, Frieder und unsere drei Kinder im Alter von 1 bis 4 Jahren sind schon seit einigen Jahren in der ökologischen Landwirtschaft tätig und haben den Wunsch, einen Hof mit unseren Ideen voller Leidenschaft und Liebe mitzugestalten. 

Einen Hof im Eigentum zu besitzen ist für uns nicht nötig und aus unserer Sicht nicht möglich, da unsere Aufgabe darin besteht, den wertvollen Boden und die einzigartige Natur für die nächste Generation zu erhalten und zu pflegen. Durch die Kulturland-Genossenschaft haben wir die Möglichkeit bekommen, den wunderbaren Ries-Hof zu übernehmen und zukünftig gesichert die Flächen zu bewirtschaften.

Der Ries-Hof wurde im Rahmen einer Teilschenkung in die Kulturland eG übergeben. Aufgrund der guten Böden verbleibt uns dabei aber immer noch ein Finanzierungsbedarf von insgesamt 900.000 €. Diese große Summe wollen wir mit großen und kleinen Beteiligungen in den nächsten Jahren in mehreren Etappen einsammeln.

Der Ries-Hof

Der Ries-Hof ist ein vielseitiger bio-dynamischer Hof inmitten der leicht hügeligen Landschaft der Hildesheimer Börde. Eine Gegend die sonst bekannt ist für eine sehr intensive, konventionelle Landwirtschaft. 

Der Vollerwerbsbetrieb produziert schwerpunktmäßig Feldgemüse (z.B. Möhren und Rote Bete für Völkel Säfte), Kartoffeln, Getreide, betreibt eine Bullenmast sowie einem kleinen Hofladen. Ökologisches und soziales Engagement standen seit der Gründung des Betriebes 1987 stets im Mittelpunkt.

Ries-Hof

Katharina und Frieder Heckert mit ihren Kindern Lenja, Tomke und Greta und das abgebende Bewirtschafterpaar Hans Löhr und Bille Kerber

Das abgebende Bewirtschafterpaar

Das abgebende Bewirtschafterpaar Hans Löhr und Sybille Kerber wollte gerne eine Übernahme durch außerfamiliäre Nachfolger möglich machen. Ihnen war es wichtig, dass die Flächen in all ihrer Vielfalt und Fruchtbarkeit dauerhaft erhalten bleibt. Sie wollten die Hofstelle und die landwirtschaftlichen Flächen nicht dem Höchstbietenden verkaufen, sondern entschieden sich den Hof zu einem Preis abzugeben der sich an ihren Bedürfnissen orientiert, um den Hof verlassen zu können. 

In der Kulturland-Genossenschaft fand das abgebende Bewirtschafterpaar eine ideale Trägerschaft, um dies zu ermöglichen. Durch die Abfindung können sie den Hof schuldenfrei verlassen und ein Haus im Nachbardorf finanzieren und bekommen im Rahmen der Hofübergabe eine gesicherte Rente von der Kulturland eG. 

Frieder und Katharina haben große Visionen für den Ries-Hof

Der Ries-Hof in der Hildesheimer Börde bietet so allerhand, was uns an der Landwirtschaft reizt und wie wir gerne arbeiten möchten. Die Arbeit mit Tieren gehört für uns zum Leben auf einem Bauernhof, sowie die Arbeit auf dem Acker mit einer vielseitigen Fruchtfolge. Der Feldgemüse- und Getreidebau soll zukünftig um Ölfrüchte wie Sonnenblume, Raps, Lein und Distel erweitert werden. 

Wir möchten diesen Hof gerne die nächsten Jahrzehnte bewirtschaften und entwickeln und an ihm und mit ihm wachsen. Wir werden eine eigene Ölmühle für unsere Ölfrüchte anschaffen, um hochwertige, kaltgepresste Speiseöle herzustellen. Wir wollen einer schon vorhandenen Einmachküche neues Leben einhauchen und das eigene und in der Region erzeugte Gemüse zu Suppen, Soßen, Brotaufstrichen etc. verarbeiten. Tiere gehören auf einen Bauernhof, um anfallende Futtergrundlagen, die in der menschlichen Ernährung nicht verwertet werden, in hochwertige Eiweiße und wertvollen Dünger für den Boden umzuwandeln. Die pflanzliche Erzeugung steht so im Vordergrund und die Tiere schließen unsere Kreisläufe. Uns ist es wichtig, umsichtig mit dem Hof und den dazugehörigen Flächen umzugehen, leckeres und gesundes Essen herzustellen und dieses in der Region an die Menschen weiter zu geben. Dabei steht Qualität vor Quantität.

Es wurde auf dem Ries-Hof aber auch bereits so viel geleistet, auf das wir zurückgreifen können und von dem wir ganz klar profitieren. Eine Grundlage, die nun weiter in die Vielfalt gedeihen kann, die von weiteren Menschen voller Leidenschaft mitgestaltet werden kann und somit ein dynamischer Hof-Organismus entstehen kann. Wir möchten auf dem Ries-Hof Raum für Gemeinschaftsleben schaffen, in dem respektvoll miteinander, den Tieren, dem Boden und der Natur gearbeitet wird. Es bestehen bereits wertvolle und langjährige Kooperationen zwischen einigen Höfen in der Region, die bestehen bleiben sollen.

Gemeinsam können wir es schaffen, eine für den Boden, die Tiere und Insekten, die Natur und damit auch für den Menschen nachhaltige Form der Landwirtschaft und Ernährung zu gestalten, die solidarische und regionale Werte verbindet.

Die Flächen

In der Karte sind die Flächen, die zum Hof gehören, gelb markiert.

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30 Jahre ökologisches Engagement auf dem Ries-Hof

Auf dem Hof wurden Hecken und Feuchtbiotope angelegt um die natürliche Vielfalt zu fördern und die ausgeräumte Landschaft der Hildesheimer Börde zu begrünen. So wurden in den letzten 30 Jahren etwa 2,5 Kilometer 3-reihige Hecken sowie ein Feuchtbiotop angelegt. Hier wurde besonders darauf geachtet, eine Vielzahl blühender Sträucher und Bäume zu pflanzen.

Die vielfältige Fruchtfolge auf den Äckern wird durch Blühstreifen in Gehren und Vorgewenden sowie durch umfangreiche Zwischenfrüchte und Untersaaten ergänzt.

Durch die Kooperation mit einem benachbarten Bioland-Milchschafbetrieb konnte der große Anteil an Ackerkleegrasflächen und Zwischenfrüchten stets durch Beweidung wesentlich zum Humusaufbau beitragen. Desweiteren besteht eine langjährige Futter-Mist-Kooperation mit dem Demeter-Betrieb Gut Adolfshof.

In Zusammenarbeit mit den benachbarten Biobetrieben wurde die Bullenmast auf die vom Aussterben bedrohten Rassen Harzer Rotvieh und Norddeutsches Niederungsrind konzentriert.

Der Betrieb baut im Gemüsebau ausschließlich samenfeste Sorten der Kultursaat e.V. an. In Zusammenarbeit mit den Kultursaat-Züchtern werden jedes Jahr Erprobungsflächen verschiedener Sorten angelegt. Im Getreidebau werden ebenfalls nur Sorten aus biologisch-dynamischer Züchtung angebaut, der Dinkel wird seit 15 Jahren zu einer Hof-Sorte nachgebaut.

Der Betrieb wird vollständig mit Ökotrom versorgt und überwiegend mit Hackschnitzeln geheizt. Das nötige Erdgas wird ausschließlich aus Abfallstoffen gewonnen. Zudem produziert der Hof Strom aus einer 60 kW Photovoltaik-Anlage.

Soziales Engagement auf dem Ries-Hof

In den letzten beiden Jahren wurde ein Geflüchteter aus dem Sudan im Rahmen der 3-jährigen biologisch-dynamischen Ausbildung zum Landwirt ausgebildet.

Mit den Waldorfschulen Hannover, Hildesheim und Braunschweig besteht eine Zusammenarbeit bei den Landwirtschafts-Praktika. Der Waldorfkindergarten Hildesheim kam bisher jährlich zum Kartoffel-Rode-Erlebnistag. In der Regel wurden jedes Jahr 1-2 Lehrlinge ausgebildet.

Mit den benachbarten Bio-Betrieben gibt es einen regelmäßigen Warenaustausch. Für die Solawi Adolphshof und die Solawi Hannover werden Kartoffeln und andere Lagergemüse angebaut.  

Seit 11 Jahren lädt der Hof jedes Jahr Freunde, Kollegen und Leute aus dem Umkreis des Hofes zu einem Singwochenende ein: „Singen für Orte“

Über die Kulturland Genossenschaft

Die Kulturland eG ist eine Gemeinschaft von Bäuerinnen und Bauern und Bürgerinnen und Bürgern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, landwirtschaftliches Land aus der Spekulation zu befreien. Mit dem Geld aller Genossinnen und Genossen erwirbt die Kulturland eG landwirtschaftliche Flächen, um sie im Sinne einer modernen „Allmende“ langfristig zu sichern und zu günstigen Konditionen an Höfe, die ökologisch wirtschaften und sich darüber hinaus sozial öffnen und bewusst in ihre Region einbinden, zu verpachten.

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Das Hofübergabe-Modell der Kulturland eG 

Zunehmend erreichen uns Anfragen von Bäuerinnen und Bauern, deren Kinder den Hof nicht übernehmen wollen, denen aber die Fortführung ihres Hofes ein großes Anliegen ist. Sie würden gerne eine Übernahme durch außerfamiliäre Nachfolger möglich machen. Gleichzeitig ist klar, dass ihnen die Nachfolger den Hof nicht einfach abkaufen können, da der Preis schlicht zu teuer wäre. Verschenken können die Hofabgeber den Hof aber auch nicht, denn die landwirtschaftliche Rente reicht nicht aus. 

Seit 2019 übernehmen wir daher auch ganze Höfe und garantieren dabei den ausscheidenden Bäuerinnen und Bauern eine angemessene Altersversorgung. 

Die Kulturland eG übernimmt die Rolle des langfristigen, treuhänderischen Eigentumsträgers für den Hof und stellt diesen Hof jungen, engagierten Bäuerinnen langfristig zur Verfügung.

Mehr Informationen dazu findest du hier auf unserer Seite zum Hofübergabe-Modell.

Eine neue Allmende

Seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 2008 fließt immer mehr Spekulationsgeld von außerlandwirtschaftlichen Investoren in Äcker, Grünland und Wald als sicheren Hafen für ihre Geldanlage. Als Folge haben sich die landwirtschaftlichen Bodenpreise in Deutschland alleine in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. 

Heutige Hofübernahmen sind so häufig mit jahrzehntelanger Verschuldung verbunden oder finanziell untragbar. Obwohl Nachwuchs an motivierten, kompetenten Menschen in der Landwirtschaft vorhanden wäre, verfügen diese nicht über das notwendige Kapital, um Höfe und Land zu übernehmen. Bestehende Höfe stehen in einem unaufhörlichen finanziellen Überlebenskampf. Die Folge davon ist, dass immer weniger Menschen mit immer größeren Maschinen immer größere Flächen bewirtschaften. Soziale und ökologische Gedanken finden in dieser Art der Landwirtschaft keinen Platz. 

Wenn Bäuerinnen und Bauern sich selbst, ihre Tiere und Pflanzen und den Boden ausbeuten müssen, dann zahlen wir alle den Preis dafür, denn Landwirtschaft ist Gemeingut. Unser aller Gesundheit, individuell und als Gesellschaft, hängt daran, dass wir heute und für Generationen eine gesunde, vielfältige und handwerkliche Landwirtschaft betreiben. 

Um der Spekulation mit landwirtschaftlichem Land Einhalt zu gebieten, wurde die Kulturland-Genossenschaft ins Leben gerufen. Über die Kulturland eG können Kundïnnen, Bürgerïnnen und Freunde gemeinschaftlich Eigentümerïnnen von Boden werden. Dieser Boden wird so dem Spekulationsmarkt entzogen und langfristig an ökologisch wirtschaftende und regional eingebundene Betriebe verpachtet.

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2000 Quadratmeter für eine gesunde Ernährung

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung braucht jeder von uns 2.000 qm Landwirtschaftsfläche. Wäre es nicht schön zu wissen, was dort passiert, wer das Land bewirtschaftet, wie damit umgegangen wird?

Die Kulturland-Genossenschaft ermöglicht es Dir, für Deine 2000 Quadratmeter – oder weniger, oder mehr – reale Verantwortung zu übernehmen. Ein Genossenschaftsanteil kostet 500 Euro und sichert so 500 qm langfristig für den Arche-Wilhelminenhof. Um “Deine” 2000 Quadratmeter zu sichern müsstest du 4 Anteile erwerben. Aber gern auch mehr: für Deine Kinder, Eltern, Freunde...