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    Familie Ahrenhold

Demeterhof Maas

Hilf mit, die gesamten Flächen des Hofes zu sichern!
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Der Hof befand sich 400 Jahre lang im Familienbesitz, bis er 2020 an die Kulturland-Genossenschaft übergeben wurde, mit dem Wunsch Nachfolger für den Hof zu finden. Nach langer Suche haben wir die wunderbare Familie Ahrenhold gefunden, die den Hof per 1. April übernommen hat. 

Update von der Familie Ahrenhold

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Familie Ahrenhold

Liebe Kulturland-Mitglieder, liebe Freunde und Interessierte,

nun haben wir seit dem 1. April offiziell den Hof Maas übernommen und freuen uns über diese spannende, aber auch herausfordernde Aufgabe. Wir wollten dieses Frühjahr mit Sommergetreide beginnen, um eine vielseitige Fruchtfolge zu etablieren. Ein Kartoffelanbau und Gemüseanbau sollte ebenfalls erfolgen. 

So war der erste Plan... Der natürlich nicht funktionierte! Aufgrund diverser Frühjahresschäden durch die Trockenheit und dem Krieg in der Ukraine, ist es unmöglich, an Bio Saatgut zu kommen. Die Kartoffeln können nicht gepflanzt werden, da die Maschinen leider vorerst nicht einsatzbereit sind. Die Zeit schreitet voran und wir mussten sinnvolle Entscheidungen fällen.

Also haben wir uns für Futterbau auf den beiden Flächen Kirchfeld und Heidlöcher entschieden: Ackergras mit Klee, um auch Stickstoff in den Boden zu bringen. Wir haben eine kleine Herde Angler Rinder alter Zuchtrichtung (diese gilt laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen als extrem gefährdet) und haben auch einen Bullen dieser Rasse erworben, um die Herde reinrassig weiterzuzüchten.

Ab Ende April bin ich, Helmut, in Oestereiden und meine Familie ab Mitte Juli. Wir wollen erstmal ankommen und auf dem Hof aufräumen und uns einrichten. Es gibt noch soviel mehr zu erzählen, aber dafür reicht die Zeit leider nicht. Wir haben einmal die Woche Kontakt zu Maike (Maike Aselmeier ist Aufsichtsrätin bei Kulturland), was uns sehr gut gefällt und auch für die Seele sehr gut ist. Vielen Dank dafür. Wir halten Maike immer auf dem Laufenden … so kann sie auch einen Teil Eurer Fragen beantworten. 

Wir danken der gesamten Kulturland-Genossenschaft samt aller Genossen/innen für diese Chance, zukunftsfähige Landwirtschaft betreiben zu dürfen.

Liebe Grüße, Familie Ahrenhold

Eckdaten

Der Demeterhof Maas liegt in Oestereiden, südlich von Lippstadt, einem Ausläufer des Sauerlandes und umfasst eine Fläche von 60 ha und wird seit 25 Jahren biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Auf den Flächen wurden Kleegras, Getreide, Kartoffeln, Körnerleguminosen und auch Zuckerrüben angebaut. Bis 2010 gab es Rotbunte als Ammenkuhherde, aktuell einige Mutterkühe der Rasse Angler. Zum Hof, der am Ortsrand liegt, gehören zwei Wohnhäuser, Wirtschaftsgebäude mit einer Photovoltaikanlage und eine Feldscheune, außerdem ein großer Garten, 6 ha arrondiertes Weideland und 2,75 ha Wald. Die Flächen befinden sich in direkter Nähe zum Hof. 

Der erste Hof, den die Kulturland-Genossenschaft als Ganzes übernommen hat

Hof Maas ist in zweierlei Hinsicht ein ganz besonderer Betrieb für uns als Kulturland-Genossenschaft. Zum einen stellt der Demeterhof in Westfalen mit seinen 60 Hektar plus Hofstelle unseren bisher größten Landkauf dar. Gleichzeitig ist es der erste Betrieb, den wir als Kulturland-Genossenschaft als Ganzes übernehmen, mit der Verpflichtung uns langfristig um Hofnachfolge und Verpachtung an neue Bewirtschafter zu kümmern. Nach langer Vorbereitung konnten wir am 1. September beim Notariat in Hitzacker einen 23 Seiten langen Kaufvertrag beurkunden - und das ist noch nicht alles, es folgt noch die Einrichtung eines Erbbaurechts für die Gebäude, damit wir diese direkt an die Hofnachfolger übertragen können. Hofabgeber Georg Dahlhausen (links, mit Vorstand Titus Bahner) hat uns den Hof teils zum Kauf, teils als Schenkung übertragen, so dass wir ihn neuen Bewirtschafterïnnen zu sehr machbaren Bedingungen übertragen können. So kann der Hof als Organismus erhalten bleiben und nach 400 Jahren in Familienbesitz an eine neue Gemeinschaft übergehen, die ihn mit Energie und Enthusiasmus beleben wird.

Die Fläche

In der Karte sind die gekauften Flächen gelb markiert.

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Über uns - die Kulturland-Genossenschaft

Die Kulturland eG ist eine Gemeinschaft von Bäuerinnen und Bauern und Bürgerinnen und Bürgern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, landwirtschaftliches Land aus der Spekulation zu befreien. Mit dem Geld aller Genossinnen und Genossen erwirbt die Kulturland eG landwirtschaftliche Flächen, um sie im Sinne einer modernen „Allmende“ langfristig zu sichern und zu günstigen Konditionen an Höfe, die ökologisch wirtschaften und sich darüber hinaus sozial öffnen und bewusst in ihre Region einbinden, zu verpachten.

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Worum es geht

Seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 2008 fließt immer mehr Spekulationsgeld von außerlandwirtschaftlichen Investoren in Äcker, Grünland und Wald als sicheren Hafen für ihre Geldanlage. Als Folge haben sich die landwirtschaftlichen Bodenpreise in Deutschland alleine in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. 

Heutige Hofübernahmen sind so häufig mit jahrzehntelanger Verschuldung verbunden oder finanziell untragbar. Obwohl Nachwuchs an motivierten, kompetenten Menschen in der Landwirtschaft vorhanden wäre, verfügen diese nicht über das notwendige Kapital, um Höfe und Land zu übernehmen. Bestehende Höfe stehen in einem unaufhörlichen finanziellen Überlebenskampf. Die Folge davon ist, dass immer weniger Menschen mit immer größeren Maschinen immer größere Flächen bewirtschaften. Soziale und ökologische Gedanken finden in dieser Art der Landwirtschaft keinen Platz. 

Wenn Bäuerinnen und Bauern sich selbst, ihre Tiere und Pflanzen und den Boden ausbeuten müssen, dann zahlen wir alle den Preis dafür, denn Landwirtschaft ist Gemeingut. Unser aller Gesundheit, individuell und als Gesellschaft, hängt daran, dass wir heute und für Generationen eine gesunde, vielfältige und handwerkliche Landwirtschaft betreiben. 

Um der Spekulation mit landwirtschaftlichem Land Einhalt zu gebieten, wurde die Kulturland-Genossenschaft ins Leben gerufen. Über die Kulturland eG können Kundïnnen, Bürgerïnnen und Freunde gemeinschaftlich Eigentümerïnnen von Boden werden. Dieser Boden wird so dem Spekulationsmarkt entzogen und langfristig an ökologisch wirtschaftende und regional eingebundene Betriebe verpachtet.

2000 Quadratmeter für eine gesunde Ernährung

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung braucht jeder von uns 2.000 qm Landwirtschaftsfläche. Wäre es nicht schön zu wissen, was dort passiert, wer das Land bewirtschaftet, wie damit umgegangen wird?

Die Kulturland-Genossenschaft ermöglicht es Dir, für Deine 2000 Quadratmeter – oder weniger, oder mehr – reale Verantwortung zu übernehmen. Ein Genossenschaftsanteil kostet 500 Euro und sichert so 500 qm langfristig für den Demeterhof Maas. Um “Deine” 2000 Quadratmeter zu sichern müsstest du 4 Anteile erwerben. Aber gern auch mehr: für Deine Kinder, Eltern, Freunde...

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