Die Flächen

Das Land liegt sehr günstig nahezu arrondiert direkt am Dorfrand und in direkter Nachbarschaft zum schon existierenden Schulbauernhof der Waldorfschule Saar-Hunsrück. 2019 konnten 12 ha von der Kulturland eG erworben werden, davon sind 9 ha noch bis 2021 verpachtet. Da wir ohnehin 2-3 Jahre Anlaufzeit für den Aufbau des Projektes benötigen, ist es gut, dass wir zuerst mit den frei werdenden 2,8 ha beginnen können. Dort planen wir umfangreiche Hecken- und Obstbaumpflanzungen, die Anlage eines Biotopes mit Teichen, eine Brunnenbohrung mit Solarpumpe, Vorbereitung des Bodens für den Gemüseanbau ab 2021.

Kontakt

proWAL e.V. / proWAL eG
Am Bungert 3
66625 Nohfelden-Walhausen

Tel.: 06852 809461
info@prowal.org 
www.prowal.org 

Unsere Situation

Vor dem Hintergrund der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung weltweit und auch in Walhausen, haben wir uns auf den Weg gemacht, zukunftsfähige Lösungen zu verwirklichen. Wir wollen die Zukunft wieder ins Dorf holen und einen Ort entstehen lassen, an dem Menschen in gegenseitiger Achtsamkeit und Würde leben und alt werden können. Wir planen ein Mehrgenerationenwohnprojekt mit therapeutischen Angeboten, vielfältige kulturelle Veranstaltungen, spezielle Dienstleistungen für ältere Menschen, Werkstätten für Handwerksbetriebe – und eben eine liebevolle Landwirtschaft.

Im Herbst 2019 haben wir das ehemalige Gasthaus des Ortes von der Gemeinde erworben und sind dabei, es wieder instand zu setzen. Im Erdgeschoss soll ein Begegnungsort fürs Dorf entstehen mit Vereinscafé, Repairnachmittagen, Filmabenden, Jugend-und Altentreffs. Im 1. Stock werden zwei Wohnungen entstehen.

Über die Kulturland-Genossenschaft

Die Kulturland eG ist eine Gemeinschaft von Bäuerinnen und Bauern und Bürgerinnen und Bürgern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, landwirtschaftliche Flächen aus der Spekulation zu befreien. Mit dem Geld aller Genossinnen und Genossen erwirbt die Kulturland eG landwirtschaftliche Flächen, um sie im Sinne einer modernen „Allmende“ langfristig zu sichern und zu günstigen Konditionen an Höfe, die ökologisch wirtschaften und sich darüber hinaus sozial öffnen und bewusst in ihre Region einbinden, zu verpachten.


Land ist zum Spekulationsobjekt geworden

Seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 2008 fließt immer mehr Spekulationsgeld von außerlandwirtschaftlichen Investoren in Äcker, Grünland und Wald als sicheren Hafen für ihre Geldanlage. Als Folge haben sich die landwirtschaftlichen Bodenpreise in Deutschland alleine in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. 

Heutige Hofübernahmen sind so häufig mit jahrzehntelanger Verschuldung verbunden oder finanziell untragbar. Obwohl Nachwuchs an motivierten, kompetenten Menschen in der Landwirtschaft vorhanden wäre, verfügen diese nicht über das notwendige Kapital, um Höfe und Land zu übernehmen. Bestehende Höfe stehen in einem unaufhörlichen finanziellen Überlebenskampf. Die Folge davon ist, dass immer weniger Menschen mit immer größeren Maschinen immer größere Flächen bewirtschaften. Soziale und ökologische Gedanken finden in dieser Art der Landwirtschaft keinen Platz. 

Wenn Bäuerinnen und Bauern sich selbst, ihre Tiere und Pflanzen und den Boden ausbeuten müssen, dann zahlen wir alle den Preis dafür, denn Landwirtschaft ist Gemeingut. Unser aller Gesundheit, individuell und als Gesellschaft, hängt daran, dass wir heute und für Generationen eine gesunde, vielfältige und handwerkliche Landwirtschaft betreiben. 

Um der Spekulation mit landwirtschaftlichem Land Einhalt zu gebieten, wurde die Kulturland-Genossenschaft ins Leben gerufen. Über die Kulturland eG können Kundïnnen, Bürgerïnnen und Freunde gemeinschaftlich Eigentümerïnnen von Boden werden. Dieser Boden wird so dem Spekulationsmarkt entzogen und langfristig an ökologisch wirtschaftende und regional eingebundene Betriebe verpachtet.

 2.000 Quadratmeter für eine gesunde Ernährung

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung braucht jeder von uns 2.000 Quadratmeter Landwirtschaftsfläche. Wäre es nicht schön zu wissen, was dort passiert, wer das Land bewirtschaftet, wie damit umgegangen wird?

Die Kulturland-Genossenschaft ermöglicht es Dir, für Deine 2.000 Quadratmeter – oder weniger, oder mehr – reale Verantwortung zu übernehmen. Ein Genossenschaftsanteil kostet 500 Euro und sichert so 150 Quadratmeter langfristig für den Guidohof. Um “Deine” 2.000 Quadratmeter zu sichern müsstest du 13 Anteile erwerben. Aber gern auch mehr: für Deine Kinder, Eltern, Freunde...