Die Flächen

Die Obstmuckelei ist eine 6 Hektar große bio-zertifizierte Obstwiese. Hier wachsen über 400 Apfel-, Birnen-, Pflaumen, Kirsch- und Walnussbäume. Eingerahmt wird die Fläche von hunderten Haselsträuchern, dutzenden Wildrosen und ein paar Johannisbeer-Sträuchern. Gebäude gibt es nicht, derzeit nur einen kleinen Unterstand. Neben 18 Bienenvölkern haben u. a. auch Feldhase, Weißstorch, Rotmilan und Goldammer hier ihren Lebensraum oder kommen auf Nahrungssuche mal vorbei.

Unweit der Stadt Nauen im Landkreis Havelland gelegen stellt die Obstwiese hier eine der wenigen mit Bäumen und Sträuchern bestandenen landwirtschaftlichen Flächen dar, was auf dem Luftbild gut zu erkennen ist. Feldgehölze fehlen hier weitgehend.

Angelegt wurde die Obstwiese vor zehn Jahren als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für Straßenbauarbeiten, ein Nutzungskonzept fehlte weitgehend. Das ändert sich nun und wird zu einer vielfältigen Obstwiese.

In der Karte ist unsere Fläche gelb markiert

Kontakt

Konstantin Schroth
Schöpfurter Str. 14
16225 Eberswalde

Tel.: 0176 34561188
kontakt@der-obstbaeumerich.de 
www.der-obstbaeumerich.de 

Über die Kulturland-Genossenschaft

Die Kulturland eG ist eine Gemeinschaft von Bäuerinnen und Bauern und Bürgerinnen und Bürgern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, landwirtschaftliche Flächen aus der Spekulation zu befreien. Mit dem Geld aller Genossinnen und Genossen erwirbt die Kulturland eG landwirtschaftliche Flächen, um sie im Sinne einer modernen „Allmende“ langfristig zu sichern und zu günstigen Konditionen an Höfe, die ökologisch wirtschaften und sich darüber hinaus sozial öffnen und bewusst in ihre Region einbinden, zu verpachten.


Land ist zum Spekulationsobjekt geworden

Seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 2008 fließt immer mehr Spekulationsgeld von außerlandwirtschaftlichen Investoren in Äcker, Grünland und Wald als sicheren Hafen für ihre Geldanlage. Als Folge haben sich die landwirtschaftlichen Bodenpreise in Deutschland alleine in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. 

Heutige Hofübernahmen sind so häufig mit jahrzehntelanger Verschuldung verbunden oder finanziell untragbar. Obwohl Nachwuchs an motivierten, kompetenten Menschen in der Landwirtschaft vorhanden wäre, verfügen diese nicht über das notwendige Kapital, um Höfe und Land zu übernehmen. Bestehende Höfe stehen in einem unaufhörlichen finanziellen Überlebenskampf. Die Folge davon ist, dass immer weniger Menschen mit immer größeren Maschinen immer größere Flächen bewirtschaften. Soziale und ökologische Gedanken finden in dieser Art der Landwirtschaft keinen Platz. 

Wenn Bäuerinnen und Bauern sich selbst, ihre Tiere und Pflanzen und den Boden ausbeuten müssen, dann zahlen wir alle den Preis dafür, denn Landwirtschaft ist Gemeingut. Unser aller Gesundheit, individuell und als Gesellschaft, hängt daran, dass wir heute und für Generationen eine gesunde, vielfältige und handwerkliche Landwirtschaft betreiben. 

Um der Spekulation mit landwirtschaftlichem Land Einhalt zu gebieten, wurde die Kulturland-Genossenschaft ins Leben gerufen. Über die Kulturland eG können Kundïnnen, Bürgerïnnen und Freunde gemeinschaftlich Eigentümerïnnen von Boden werden. Dieser Boden wird so dem Spekulationsmarkt entzogen und langfristig an ökologisch wirtschaftende und regional eingebundene Betriebe verpachtet.

 2.000 Quadratmeter für eine gesunde Ernährung

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung braucht jeder von uns 2.000 Quadratmeter Landwirtschaftsfläche. Wäre es nicht schön zu wissen, was dort passiert, wer das Land bewirtschaftet, wie damit umgegangen wird?

Die Kulturland-Genossenschaft ermöglicht es Dir, für Deine 2.000 Quadratmeter – oder weniger, oder mehr – reale Verantwortung zu übernehmen. Ein Genossenschaftsanteil kostet 500 Euro und sichert so 150 Quadratmeter langfristig für den Guidohof. Um “Deine” 2.000 Quadratmeter zu sichern müsstest du 13 Anteile erwerben. Aber gern auch mehr: für Deine Kinder, Eltern, Freunde...