Patersberghof

Es geht weiter mit dem Patersberghof! 16 ha Kernflächen sind gerettet.

Die Stammflächen des Hofes standen vor dem Verkauf, eine Existenzbedrohung für den Hof. Gemeinsam können wir die Flächen nun dauerhaft sichern. 

Der Patersberghof umfasst zwei Betriebe - die Landwirtschaft von Familie Jundt und die Gärtnerei von Familie Wänke. Als kleiner und sehr vielseitiger biodynamischer Hof erzeugt der Hof Getreide für das Brot in der eigenen Bäckerei, Milch von 14 Milchkühen für hofeigenen Käse, Quark und Joghurt sowie Fleischerzeugnisse. Die Gärtnerei baut 40 Kulturen an und betreibt ihre eigene Jungpflanzenanzucht. Ein paar Schafe werden zur Landschaftspflege eingesetzt. Auch einige Hühner gackern auf dem Hof. 

Fast die Hälfte der Produkte gehen an die 2018 gegründete solidarische Landwirtschaft “Solawi am Patersberg”. Der Rest wird an Bioläden in der Umgebung verkauft oder direkt vermarktet. Die Hofstellen gehören einem gemeinnützigen Verein. Der Hof hält die als Milchvieh selten gewordene alte Rasse “Fränkisches Gelbvieh” und fördert durch seine Vielfalt die Biodiversität.

Der Patersberghof ist eng mit der Waldorfschule und dem Waldorfkindergarten verbunden. Regelmäßig ermöglicht er Praktikantïnnen Einblicke in die biodynamische Landwirtschaft und ist Ausbildungsbetrieb der “Freien Ausbildung im Süden”. Hofführungen und Feste laden ein, auf dem Hof zu verweilen und ihn kennenzulernen.

224.500 € 51.31 %
437.500 €
16
Hektar
53
Unterstützerïnnen

Die Flächen

In der Karte sind die gekauften Flächen gelb markiert. 

Update April 2023

Liebe Kulturland-Mitglieder, liebe Freunde und Interessierte,

nun haben wir seit dem 1. April offiziell den Hof Maas übernommen und freuen uns über diese spannende, aber auch herausfordernde Aufgabe. Wir wollten dieses Frühjahr mit Sommergetreide beginnen, um eine vielseitige Fruchtfolge zu etablieren. Ein Kartoffelanbau und Gemüseanbau sollte ebenfalls erfolgen. 

So war der erste Plan... Der natürlich nicht funktionierte! Aufgrund diverser Frühjahresschäden durch die Trockenheit und dem Krieg in der Ukraine, ist es unmöglich, an Bio Saatgut zu kommen. Die Kartoffeln können nicht gepflanzt werden, da die Maschinen leider vorerst nicht einsatzbereit sind. Die Zeit schreitet voran und wir mussten sinnvolle Entscheidungen fällen.

Also haben wir uns für Futterbau auf den beiden Flächen Kirchfeld und Heidlöcher entschieden: Ackergras mit Klee, um auch Stickstoff in den Boden zu bringen. Wir haben eine kleine Herde Angler Rinder alter Zuchtrichtung (diese gilt laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen als extrem gefährdet) und haben auch einen Bullen dieser Rasse erworben, um die Herde reinrassig weiterzuzüchten.

Ab Ende April bin ich, Helmut, in Oestereiden und meine Familie ab Mitte Juli. Wir wollen erstmal ankommen und auf dem Hof aufräumen und uns einrichten. Es gibt noch soviel mehr zu erzählen, aber dafür reicht die Zeit leider nicht. Wir haben einmal die Woche Kontakt zu Maike (Maike Aselmeier ist Aufsichtsrätin bei Kulturland), was uns sehr gut gefällt und auch für die Seele sehr gut ist. Vielen Dank dafür. Wir halten Maike immer auf dem Laufenden … so kann sie auch einen Teil Eurer Fragen beantworten. 

Wir danken der gesamten Kulturland-Genossenschaft samt aller Genossen/innen für diese Chance, zukunftsfähige Landwirtschaft betreiben zu dürfen.

Liebe Grüße, Familie Ahrenhold


Über die Kulturland-Genossenschaft

Die Kulturland eG ist eine Gemeinschaft von Bäuerinnen und Bauern und Bürgerinnen und Bürgern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, landwirtschaftliches Land aus der Spekulation zu befreien. Mit dem Geld aller Genossinnen und Genossen erwirbt die Kulturland eG landwirtschaftliche Flächen, um sie im Sinne einer modernen „Allmende“ langfristig zu sichern und zu günstigen Konditionen an Höfe, die ökologisch wirtschaften und sich darüber hinaus sozial öffnen und bewusst in ihre Region einbinden, zu verpachten.


Land ist zum Spekulationsobjekt geworden

Seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 2008 fließt immer mehr Spekulationsgeld von außerlandwirtschaftlichen Investoren in Äcker, Grünland und Wald als sicheren Hafen für ihre Geldanlage. Als Folge haben sich die landwirtschaftlichen Bodenpreise in Deutschland alleine in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. 

Heutige Hofübernahmen sind so häufig mit jahrzehntelanger Verschuldung verbunden oder finanziell untragbar. Obwohl Nachwuchs an motivierten, kompetenten Menschen in der Landwirtschaft vorhanden wäre, verfügen diese nicht über das notwendige Kapital, um Höfe und Land zu übernehmen. Bestehende Höfe stehen in einem unaufhörlichen finanziellen Überlebenskampf. Die Folge davon ist, dass immer weniger Menschen mit immer größeren Maschinen immer größere Flächen bewirtschaften. Soziale und ökologische Gedanken finden in dieser Art der Landwirtschaft keinen Platz. 

Wenn Bäuerinnen und Bauern sich selbst, ihre Tiere und Pflanzen und den Boden ausbeuten müssen, dann zahlen wir alle den Preis dafür, denn Landwirtschaft ist Gemeingut. Unser aller Gesundheit, individuell und als Gesellschaft, hängt daran, dass wir heute und für Generationen eine gesunde, vielfältige und handwerkliche Landwirtschaft betreiben. 

Um der Spekulation mit landwirtschaftlichem Land Einhalt zu gebieten, wurde die Kulturland-Genossenschaft ins Leben gerufen. Über die Kulturland eG können Kundïnnen, Bürgerïnnen und Freunde gemeinschaftlich Eigentümerïnnen von Boden werden. Dieser Boden wird so dem Spekulationsmarkt entzogen und langfristig an ökologisch wirtschaftende und regional eingebundene Betriebe verpachtet.

 2.000 Quadratmeter für eine gesunde Ernährung

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung braucht jeder von uns 2.000 Quadratmeter Landwirtschaftsfläche. Wäre es nicht schön zu wissen, was dort passiert, wer das Land bewirtschaftet, wie damit umgegangen wird?

Die Kulturland-Genossenschaft ermöglicht es Dir, für Deine 2.000 Quadratmeter – oder weniger, oder mehr – reale Verantwortung zu übernehmen. Ein Genossenschaftsanteil kostet 500 Euro und sichert so 150 Quadratmeter langfristig für den Guidohof. Um “Deine” 2.000 Quadratmeter zu sichern müsstest du 13 Anteile erwerben. Aber gern auch mehr: für Deine Kinder, Eltern, Freunde...